- Daniel Rottmann – Kreisverbandssprecher und Gemeinderatsmitglied Ulm
- Nicolas Brickenstein – Gemeinderatsmitglied Ulm
- Andreas Härtel – stellvertretender Sprecher Ulm
- Bernhard Steinert – stellvertretender Sprecher Alb-Donau-Kreis
- Christian Schrein – stellvertretender Sprecher Allmendingen
- Robert Bauer – Schatzmeister Kreisverband
- Barbara Anke – Beisitzerin Ulm
- Mike Schramm – Beisitzer Alb-Donau-Kreis
- Ilias Rashiti – Beisitzer Ulm
- Gertrude Lukhaup – Beisitzerin Ulm
Stand: Frühjahr 2026

Funktion: Kreisverbandssprecher Ulm, Landtagskandidat Ulm, Gemeinderatsmitglied Ulm
Ausschüsse im Gemeinderat: Fachbereichsausschuss Kultur, Fachbereichsausschuss Stadtentwicklung, Bau und Umwelt, Internationaler Ausschuss, Aufsichtsrat Projektentwicklungsgesellschaft Ulm mbH, Aufsichtsrat der Sanierungstreuhand Ulm GmbH, Verbandsversammlung des Stadtentwicklungverbandes Ulm/Neu-Ulm
Beruf: Mitarbeiter im LandtaG für Udo Stein
Daniel Rottmann
Daniel Rottmann ist Kreisverbandssprecher des AfD-Kreisverbands Ulm /Alb-Donau und sitzt für die AfD im Gemeinderat Ulm. Außerdem tritt er als Direktkandidat der AfD für die Landtagswahl 2026 für den Wahlkreis Ulm an und steht auf Landeslistenplatz 27. Rottmann ist seit Mai 2014 AfD-Mitglied und war von 2016 bis 2021 AfD-Landtagsabgeordneter.
Daniel Rottmann zählt ideologisch zur christlichen Rechten und ist stellvertretender Sprecher des Regionalverband Süd der Christen in der AfD (ChrAfD). Auch im Wahlkampf und auf Social Media inszeniert sich Rottmann als gläubiger Christ. Seine Positionen sind am ehesten als fundamentalistisch-christlich einzuordnen.
„Eintreten für unsere Werte und dafür zu kämpfen – Für mich persönlich heißt das auch hin zu Gott. Sich an seinen Worten und an der Bibel zu orientieren und da sich auch inspirieren zu lassen für die Politik.“
Daniel Rottman in einer Rede am 22.02.2025 auf dem Petrusplatz Neu-Ulm
Öffentlich gibt er sich gegenüber der Presse als gemäßigter, konservativer Rechter. Eine Distanzierung von Persönlichkeiten wie Björn Höcke oder anderen erfolgt jedoch nicht. Das lässt sich aus einem Interview in der Südwestpresse aus dem Sommer 2025 entnehmen:
„Ich sehe mich selbst im konservativ-bürgerlichen Bereich. Der Begriff patriotisch passt ebenso, auch wenn ich ihn wenig verwende. Vielleicht hätte man mich in der CDU der 80er Jahre wiederfinden können“
„Auch wenn die CDU das regelmäßig bestreitet, haben wir 80 Prozent inhaltliche Übereinstimmung. Wenn die CDU das ernsthaft umsetzen würde, wäre eine Koalition sinnvoll.“
„Ich mag kein Flügeldenken und bin froh, dass wir das in Baden-Württemberg recht gut überwunden haben. Ich komme mit den meisten sehr gut zurecht, nur mit wenigen tue ich mich schwer.“
Daniel Rottmann in einem SWP Interview vom 25.06.2025

Das gemäßigte Bild, dass Rottmann von sich in der Öffentlichkeit zeichnet, steht im starken Widerspruch zur Bundes-AfD und anderen Personen seines Kreisverbandes, wie beispielsweise Nicolas Brickenstein. Zu diesem ist er öffentlich sehr wortkarg. Wird er auf Brickenstein in Interviews angesprochen, bleibt er allgemein und oberflächlich:
„Ich fühle mich wohler in den westdeutschen Landesverbänden“. Rechtsextremistisches Gedankengut erlebe er in Baden-Württemberg „wenig bis gar nicht“. Dort seien „engagierte Leute aus der Mitte der Gesellschaft“ in der AfD. Oder welche wie er, mit konservativem, christlichen Hintergrund.
Wie muss man sich die Zusammenarbeit mit Nicolas Brickenstein im Gemeinderat vorstellen? Auch kein Thema, über das Rottmann gern spricht. Nur so viel: Die Zusammenarbeit sei sachlich, „wir haben unsere Bereiche aufgeteit.“ Auf die Frage, was sie verbinde, antwortete er: „Das Parteibuch und das Geschlecht.“Auszüge aus einem Artikel über Daniel Rottmann in der Südwestpresse vom 21.02.2026
Diese gemäßigte Selbstdarstellung von Rottmann lässt sich exemplarisch an zwei Punkten stark in Zweifel ziehen:
1. Rottmann sucht keine Distanz zum völkisch-nationalistischen Teil der AfD, sondern kooperiert offen: Rottmann hat regional, auf Länderebene und auf Bundesebene offensichtliche Bezugspunkte zum äußersten extrem rechten Teil der AfD.
In der Region: Seit Jahren tritt Daniel Rottmann gemeinsam mit Nicolas Brickenstein, der jahrelang in der Identitären Bewegung aktiv war und im Oktober 2024 einen Vortrag mit Martin Sellner in Neu-Ulm organisierte, bei Infoständen und auf Veranstaltungen auf. Am 22.02.2025 stand Rottmann mit Franz Schmid von der AfD Neu-Ulm auf einer Bühne zum gemeinsamen Wahlkampfabschluss in Neu Ulm. Sowohl Brickenstein als auch Schmid sind eindeutig Teil der völkisch-nationalistischen Strömung in der AfD.
Landesebene: Daniel Rottmann arbeitet aktuell für den AfD BW Landtagsabgeordneten Udo Stein. Stein ist vorallem durch einen Skandal im Sommer 2023 bekannt. Dort habe er Gäste einer Shisha Bar mit einer Softair Pistole bedroht und saß zeitweise in der Psychatrie. Von dort brach er aus und in seinem Dienstzimmer im Baden-Württembergischen Landtag wurde ein Rucksack mit Munition und einem Jagdmesser gefunden. Ermittlungen gegen ihn wurden wegen Schuldunfähigkeit eingestellt. Stein war 2015 Unterzeichner der „Erfurter Resolution“ des Höcke-Flügels. Im Bundestagswahlkampf 2013 war Stein angeblich am Wahlkampf für die NPD beteiligt. Eine Übersicht mit weiteren Infos zu Udo Stein und Daniel Rottmann findet sich beim Antifaschistischem Dokumentations- und Informationszentrum Baden-Württemberg.
Bundesweit: Auch auf seinen Social Media- Kanälen zeigt Rottmann keine Distanz zum völkisch-nationalistischen Teil der AfD und teilt immer wieder entsprechende Inhalte. In den Jahren 2023 und 2024 teilte er fünfmal Posts von Björn Höcke und am 15.08.2024 einen Post der AfD Thüringen mit dem Slogan „Sommer, Sonne, Remigration“. 2025 teilte er 13 mal Posts von Beatrix von Storch, welche u.a. 2016 durch die Forderung nach Schüssen an der Grenze bekannt wurde. Am 23.10.2025 postete Rottmann ein Selfie mit Niklas Lotz, der als extrem rechter Videoblogger seit 2016 auftritt und unter anderem von der Südwestpresse beim offenen Lügen für seine rassistische Stimmungsmache und Opferinszenierung erwischt wurde.
2. Daniel Rottmanns Weltbild ist nicht moderat konservativ, sondern christlich- fundamentalistisch, antifeministisch und auch extrem rechts:
Christlich-fundamentalistisch: Vor seiner AfD-Parteikarriere war Rottmann in den zwei christlich-fundamentalistischen Kleinstparteien „Partei Bibeltreuer Christen“ (PBC) und der PBC-Abspaltung „Arbeit, Umwelt, Familie – Christen für Deutschland“ (AUF) aktiv. Er war er 2008 bis 2012 Mitglied der AUF. In dieser Partei war er u.a. stellvertretender Landesvorsitzender in Schleswig-Holstein und 2012 Beisitzer im Bundesvorstand der AUF. Er gibt selber an in einer Freikirche aktiv zu sein.
Antifeministisch: Seinen Einstieg in die Politik ist laut Rottmanns eigenen Aussagen und Webseiten in den 1980er Jahren „eine Unterschriftenaktion zum Thema Lebensrecht Ungeborener“, hier wird also von Schwangerschaftsabbrüchen gesprochen. Rottmann nahm am 20. Januar 2018 am Symposium der rechts-christlichen „Demo für alle“ im Raum Frankfurt teil. Offensichtlich steht Rottmann gegen die körperliche Selbstbestimmung und mindestens für die massive Einschränkungen von legalen Abtreibungsmöglichkeiten. Das ist eine fundamentale Säule eines antifeministischen Weltbildes.
Extrem rechts: Neben seiner engen Zusammenarbeit mit Personen die offen Teil des völkisch-nationalistischen Strömung in der AfD sind, spielt Rottmann selbst auch offen mit extrem rechten Codes. So druckt und verteilt sein Kreisverband im aktuellen Wahlkampf zur Landtagswahl 2026 Bierdeckel mit dem Slogan „Make Germany Pray Again“, eine Anspielung auf Donald Trumps Parole „Make America Great Again“. Ein weiteres Beispiel: im aktuellen Wahlkampf verteilt die AfD Ulm/Alb-Donau Gummibärchen in Flugzeugform in Verpackungen mit der Aufschrift „Zeit für den Flieger“. Dies ist eine offensichtliche Anspielung in einer Partei in der offen von der Abschiebung von „mehreren Millionen“ Menschen fantasiert wird und parallel dazu AfD Prominenz wie Björn Höcke seit Jahren davon sprechen, dass „…ohne Probleme mit 20, 30 Prozent weniger Menschen in Deutschland leben können„ (Höcke im Dezember 2023).


Rottmann hat als Kreisverbandssprecher großen Einfluss und Mitspracherecht, was an den Infoständen verteilt wird. Er könnte solche Sachen unterbinden. Stattdessen nutzt Rottmann Trump Parolen und duldet mindestens das Verbreiten von Abschiebephantasien, während er sich gleichzeitig im Interview mit der Südwestpresse selbst als „moderat konservativ“ darstellt und sich so äußert:
Rottmann tritt stets korrekt auf. Respekt anderen gegenüber, Begegnungen auf Augenhöhe, darauf legt er Wert. „Jemanden die Menschenwürde absprechen, das geht gar nicht.“
Auszüge aus einem Artikel über Daniel Rottmann in der Südwestpresse vom 21.02.2026



Diverse Zitate von Daniel Rottmann:
„Er hält Umweltschutz für richtig und wichtig, aber es dürfe keine Klimaideologie daraus erwachsen. „Können wir Klimaveränderungen überhaupt beeinflussen?“, fragt er.
Daniel Rottmann hinterfragt den menschengemachten Klimawandel, aus der Schwäbischen Zeitung vom 20.02.2026
„Er war erkrankt und ich bin froh, dass es ihm jetzt wieder gut geht.“
Daniel Rottmann zu Udo Stein und den Vorfällen rund um Stein (Munition und Messer im Landtagsbüro, Bedrohung von Personen in einer Shihsa Bar mit Softair Pistole, Ausbruch aus einer Psychatrie) aus der Schwäbischen Zeitung vom 20.02.2026
„Wir sind offen für eine Zusammenarbeit mit der CDU. Wir warten auf der anderen Seite der Brandmauer, bis das Feuer aus ist“, sagt der Theologe und überzeugte Christ. „Wir wollen gerne mit der Union Themen umsetzen, die sie mit anderen Parteien nicht verwirklichen kann.“
Daniel Rottmann zur Zusammenarbeit der CDU und AfD, aus der Schwäbischen Zeitung vom 20.02.2026
„Die #Diskussionsrunde in diesem ersten Aufeinandertreffen der sechs Kandidaten verlief in sachlicher und #fairer #Atmosphäre. Einzelne Punkte waren sicherlich spannend. Gratulation an Mario Schneider, der sich an seinem Geburtstag der Runde gestellt hat. Bei jedem in der Männerrunde wurde erkennbar wofür er steht.“
Daniel Rottmann gratuliert dem CDU Kandidaten öffentlich am 08.01.2026 auf seinem Telegram Kanal nach einer Diskussionveranstaltung an der Universität Ulm
„Als Christ möchte ich Hoffnung in die Gesellschaft tragen und Mut machen zu einem Leben mit Jesus Christus – dem allerbesten, wenn es darum geht, Hoffnung für sein Leben zu bekommen – für alle Bereiche.“
Daniel Rottmanns Angabe zu seinen Beweggründen auf der Gemeinderat Ulm Webseite
„Die aktuellen Kommentare müssen nicht jedem gefallen, sind aber von der Meinungsfreiheit gedeckt.“ Ob sie ihm selbst gefallen? „Nein, mir gefällt das nicht“, sagt Rottmann. Distanzieren werde er sich aber weder von den Beiträgen noch vom AfD-Post an sich, entgegent er. Rassismus fördere die AfD damit nicht, meinte er.
Daniel Rottmann über rassistische Kommentare („Abschieben“, „Afrika“, „Spielen die im Afrika-Cup?“ „nix-deutsch“, Kotzemojis etc.) unter einem Facebook Post des AfD KV Ulm/Alb-Donau aus der Südwestpresse vom 29.11.2023
„Ich schlage Thilo Sarrazin als neuen Bundespräsidenten vor. Alternativ könnte er die Nachfolge von Frau Merkel übernehmen. Beides wäre gut für unser Land.”
Daniel Rottmann am 22.08.2016 auf Facebook laut dem ADIZ Baden-Württemberg
Widerspruch Rottmanns zum Thema „Geld für Soziales“
Frühjahr 2025:
„Und wenn wir wieder wie die dahinten (der Gegenprotest) das fordern, immer mehr Geld für Soziales, immer mehr Geld für die ganze Welt, dann wird dieses Land in dieser Spaltung verschwinden, für die nicht wir als AfD verantwortlich sind, sondern die Feinde der Demokratie, auf der anderen Seite.“
Daniel Rottmann bei einer Rede am 22.02.2025 auf dem Petrusplatz Neu-Ulm über den antifaschistischen Gegenprotest
Frühjahr 2026:
Eine seiner politischen Forderungen: Massive Investitionen in den Wohnungsbau, damit „sozial Schwache nicht auf der Straße stehen“. (…)
Überdies will der Kandidat, sofern er in den Landtag einzieht, Budgets für Bildung aufstocken. Mehr Lehrer benötige das Land, aber auch verstärkt Unterricht in den Fächern Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. „Kinder müssen zudem Deutsch reden können, wenn sie eingeschult werden“
Daniel Rottmann zu Wohnungslosigkeit, aus der Schwäbischen Zeitung vom 20.02.2026
Funktion: Gemeinderatsmitglied Ulm
Ausschüsse im Ulmer Gemeinderat: Hauptausschuss, Fachbereichsausschuss Bildung und Soziales, Betriebsausschuss Entsorgung, Wirtschafts- und Innovationsausschuss, Aufsichtsrat Ulmer Messe, Verbandsversammlung des Zweckverbandes Sparkasse Ulm
Beruf: Steuerberater
Nicolas Brickenstein
Nicolas Brickenstein (Jahrgang 1990) sitzt seit Sommer 2024 für die AfD im Ulmer Gemeinderat. Vor seinem parteipolitischen Engagement war Brickenstein über Jahre hinweg für die Identitäre Bewegung Schwaben aktiv. Bereits 2017 beteiligte er sich an einer gescheiterten Banneraktion der Identitären Bewegung in Ulm. Mit der Zeit rückte Brickenstein weiter in den Vordergrund der Organisation und trat teilweise als ihr Sprecher auf.
Noch während seiner Aktivitäten in der Identitären Bewegung pflegte Brickenstein enge Kontakte zur AfD. Damals noch vorwiegend zu dem Neu-Ulmer Kreisvorsitzenden Franz Schmid. Über Monate hinweg nahmen Brickenstein und Franz Schmid gemeinsam an den Spaziergängen des Querdenken-Spektrums in Ulm teil.
Brickenstein fing an sich in der Jungen Alternative Bayern (JA Bayern) zu engagieren und wurde im Januar 2023 ihr Schatzmeister. Mit seinem offiziellen Wohnsitzwechsel von Neu-Ulm nach Ulm fing Brickenstein an seine Aktivitäten zum AfD Kreisverband Ulm/Alb-Donau zu legen.
Am 14.09.2024 verteilte Nicolas Brickenstein gemeinsam mit dem Gemeinderatskandidat der AfD Ulm Erik Burczyk am Rande des Ulmer CSDs sexistische, transphobe und queerfeindliche Flyer. Er trug dabei eine Umhängetasche des extrem rechten Antaios Verlages. Als Adresse im Impressum des Flyers gab er das Rathaus Ulm an – die Stadt Ulm leitete rechtliche Schritte ein.
Am 18.10.2024 organisierte Brickenstein in Ulm einen Vortrag mit dem Begründer der österreichischen Identitären Bewegung Martin Sellner. Brickenstein wurde von Sellner auf die Bühne geholt und eindeutig als Organisator benannt.
Im Sommer 2025 nahm Brickenstein an einer Veranstaltung des extrem rechten Antaios Verlages in Schnellroda teil. Der Antaios Verlag versucht den Ideologischen Unterbau für die sogenannte Neue Rechte zu liefern.
Öffentliche Aussagen von Brickenstein, die auf seine ideologische Verortung schließen lassen gibt es kaum. Wenn Journalist*innen ihn anfragen, zieht er Anfragen ins lächerliche oder weicht aus.
Seine Vergangenheit in den Kreisen der Identitären Bewegung spricht allerdings Bände. Die Teilnahme an der Veranstaltung in Schnellroda sowie die Veranstaltung mit Martin Sellner im Herbst 2024 zeigen, dass Brickenstein mit seinen aktivistischen Wurzeln nicht gebrochen hat. Die Identitäre Bewegung ist im Kern neofaschistisch und verbreitet u.a. die extrem rechte Verschwörungserzählung eines angeblichen gezielten großen Austausches und hat ehreblich dazu beigetragen den Begriff „Remigration“ als politischen Kampfbegriff zu verbreiten. Auf faschistische Autoren wie u.a. Julius Evola oder Ezra Pound bezieht sich die IB positiv.
„Nach wie vor werden unbegrenzt Menschen aus fremden Ländern und Kulturen in Deutschland aufgenommen und den Kommunen aufgezwungen. Asylheime sprießen auch in Ulm wie Pilze aus dem Boden, während kritische Stimmen ignoriert werden. Ich kann und werde es nicht akzeptieren, mich fremd und unsicher in der eigenen Stadt zu fühlen.“
Nicolas Brickenstein in seinem AfD Kommunalwahl-Flyer 2024

(Foto: Schwäbische Zeitung)
Im aktuellen Landestagswahlkampf ist Brickenstein auffällig wenig beteiligt. Möglicherweise liegt das daran, dass zwei andere Identitäre Bewegungs Aktivisten im Frühjahr 2026 aus der AfD austreten mussten, nach der Thematisierung ihrer Identitären Bewegungs Aktivitäten: Dominik Böhler im Kreis Konstanz und Maximilian Märkl in Bayern
Die bisher einzig offene Beteiligung Brickensteins war natürlich in Neu-Ulm – bei einem Infostand der AfD Neu-Ulm zum bayrischen Kommunalwahlkampf am 20.02.2026 am Petrusplatz

Brickenstein steht ganz rechts und in der Mitte steht Marcel Patzke von der AfD Neu- Ulm.



bei einer AfD Neu-Ulm Veranstaltung
„Wir brauchen eine Kehrtwende in der Einwanderungspolitik. Ulm darf nicht mehr als absolut nötig sogenannte Flüchtlinge aufnehmen. Zudem muss die Unterbringung so erfolgen, dass sie den Steuerzahler am wenigsten belastet. Ebenso muss bei der Unterbringung darauf geachtet werden, dass dies an einem passenden Standort geschieht.Außerdem setze ich mich dafür ein, dass sich die Sicherheitslage in Ulm wieder verbessert. Die Kriminalität muss konsequent bekämpft werden.“
Nicolas Brickensteins Angabe zu seinen Beweggründen auf der Gemeinderat Ulm Webseite
Queer- und Transfeindliche Flyer beim Ulmer Christopher-Street-Day (CSD) 2024
„Ungeniert laufen dort [gemeint ist der CSD Ulm] (halb) nackte Männer herum und Männer, die denken, sie seien Frauen. Diese sind nur zwei Beispiele von Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen. So wird Kindern auch ihre natürliche Geschlechtsidentität systematisch aberzogen.“
„Wir sind heute hier um dagegen ein Zeichen zu setzen und fordern ein Verbot von jeglichen sexuellen Paraden wie dem CSD, um unsere Kinder und Familien zu schützen.“
„Es gibt viele psychische Probleme, aber nur zwei Geschlechter“Zitate aus einem Flyer, den Nicolas Brickenstein am 14.09.2024 am Rande des Ulmer CSD verteilte



Immer wieder verleugnet Nicolas Brickenstein seine Rolle als Aktivist der Identitären Bewegung (kurz IB). Ein kleiner Blick in die letzten Jahre zeigt jedoch schnell: Er war über mehrere Jahre hinweg aktiv, trat mehrfach als Sprecher bei Aktionen oder in einem Interview 2021 auf und organisierte maßgeblich den Martin Sellner Vortrag am 18.10.2024 in Neu-Ulm.
Hinweis: manche Bilder müssen sie seperat öffnen um Brickenstein genau zu erkennen.
















Funktion: stellvertretender Sprecher Ulm, CO Sprecher des Kreisverbandes
Beruf: Mitarbeiter bei centrotherm International ag in Blaubeuren
Andreas Härtel
Andreas Härtel ist seit 2023 stellvertretender Kreissprecher der AfD Ulm/Alb-Donau. Seine politische Arbeit begann Härtel laut eigenen Angaben 1997 bei der SPD, wo er bis 2004 Mitglied war. Seit 2016 engagiere er sich bei der AfD. Seit 2023 bekleidet Härtel das Amt des stellvertretenden Kreissprecher im Kreisverband Ulm/Alb-Donau.
Härtel trat bei der Gemeinderatswahl in Ulm 2024 auf Listenplatz vier für die AfD an. Im damaligen Wahlkampf äußerte er sich kritisch gegenüber dem Ausbau erneuerbarer Energien. Auch auf Social Media äußert er sich zu energiepolitischen Themen und spricht unter anderem vom „Klimatotalitarismus“, der beendet werden müsse und davon, dass Klimaschutz eine „totalitäre Spielwiese aller [sei], die [..] den Menschen als Schädling betrachten und ihn einzig nach einem Spurengas bewerten.“ Diese Positionierung ist in Hinblick seiner beruflichen Tätigkeit in einem Unternehmen, dass an nachhaltigen Energielösungen arbeitet, durchaus interessant, aber ein Widerspruch den Andreas Härtel auszuhalten scheint. So bezog sich auf seinem Social Media Profil auf sein 25-jähriges Firmenjubiläum bei centrotherm.

Generell ist Andreas Härtel viel auf Social Media aktiv. Inhaltlich äußert er sich zum Beispiel zu „linksgrüner Ideologie“ und behauptet. dass dies nach dem „Coronawahn“ schon die zweite Diktatur sei, die er mitmache. Einen Messerangriff in Ulm im Januar 2026 versuchte er mit „‚Unsere Demokratie‘ hat in Ulm mitgestochen!“ politisch zu instrumentalisieren und vermutlich der „linksgrünen Ideologie“, die er immer wieder beschreibt, die Schuld geben. Er teilte auch Inhalte des extrem rechten Blogs „TichysEinblicke“.
Zum Thema Einbürgerung sagt er im Kontext der Menschen, die 2015 nach Deutschland geflüchtet sind, dass Deutsch sei, wer einen deutschen Pass habe, allerdings sei es grundgesetzkonform genauer hinzuschauen und andere Kritieren zu formulieren, wer den Pass bekomme. Mit Aussagen dieser Art schaffte es Andreas Härtel auch in das Gutachten des Bundesamts für Verfassungsschutz, dass im April 2025 öffentlich wurde.
„Die Frage der Zugehörigkeit zum Deutschen Volk sollte künftig nicht nur eine formaljuristische Dimension haben, sondern in erster Linie eine ethnisch- kulturelle. Auch da bin ich ganz #AfD.“
Andreas Härtel am 03.08.2024 auf Facebook zu finden auf Seite 133 des Gutachten des Bundesamt für Verfassungsschutz
Ebenso äußerte er sich queerfeindlich und verschwörungserzählerisch zum CSD in Ulm:
„Schaulaufen der Gratismutigen … Orgien der Aufdringlichkeit, das „must gut find“ für Infantile! Eine teuflische Mitläufersekte mit willfährigen Bekenntnisklatschhasen! Eine Bewegung, welche bereits Kindern erzählt, sie seien womöglich falsch und können das Wunder der Schöpfung durch Verstümmelung und Hormone „heilen“! Eine staatlich finanzierte, polit-mediale, sog. zivilgesellschaftliche Beeinflussungsindustrie, welche sogar die Sprache bestimmt!
Aus tiefstem Herzen lehne ich diesen Teufelskult ab!“
Andreas Härtel auf Facebook mit Bezug auf den CSD in Ulm am 21.06.2025
Andreas Härtel ist regelmäßiger Kirchgänger und inszeniert sich ähnlich wie Rottmann öffentlich als gläubiger Christ. Bis 2024 war er auch im Kirchenverband Söflingen tätig. Aufgrund seiner öffentlichen Tätigkeiten in der AfD schloss die Kirchegemeinde ihn aus. Das stieß ihm böse auf. Auch Härtel ist aufgrund seiner Positionen am ehesten als fundamentalistisch-christlich einzuordnen.








Funktion: stellvertretender Sprecher ADK, Kreisrat langenau
Beruf: Eitle Glas- und Metallbau GmbH Leichtmetallbau
Bernhard Steinert
Bernhard Steinert ist stellvertretender Kreissprecher der AfD im Alb-Donau-Kreis sowie Kreisrat für die AfD in Langenau.
Bernhard Steinert tritt bei AfD Ulm/ Alb- Donau Veranstaltungen auf, so zum Beispiel auf dem Gruppenfoto nach der Veranstaltung mit Markus Frohnmaier und Serge Menga in der Stadthalle Langenau am 24.01.2026.
Neben seinen Tätigkeiten für die AfD ist Steinert Karatetrainer im Karateverein Langenau.



Christian Schrein ist stellvertretender Kreissprecher der AfD in seiner heimatgemeinde Allmendingen im Alb-Donau-Kreis.
Christian Schrein tritt bei AfD Ulm/ Alb- Donau Veranstaltungen auf, so zum Beispiel auf dem Gruppenfoto nach der Veranstaltung mit Markus Frohnmaier und Serge Menga in der Stadthalle Langenau am 24.01.2026.


Funktion: Schatzmeister Ulm
Beruf: Laut ZeitungsBericht im Bereich Steuer und Finanzen tätig
Robert Bauer
Robert Bauer ist Schatzmeister des Kreisverbandes Ulm/Alb-Donau. Bei der Gemeinderatswahl 2024 stand er auf der Liste der AfD Ulm/ Alb- Donau.
Robert Bauer tritt bei AfD Ulm/ Alb- Donau Veranstaltungen auf, so zum Beispiel auf dem Gruppenfoto nach der Veranstaltung mit Markus Frohnmaier und Serge Menga in der Stadthalle Langenau am 24.01.2026.


Funktion: Beisitzerin Ulm
Beruf: ehemals Nagelstudiobesitzerin
Babara Anke
Babara Anke ist seit Jahren Beisitzerin des Vorstandes des AfD-Kreisverbandes Ulm/Alb-Donau. Bis heute tritt sie auf der Website des Kreisverbandes nicht mit vollem Namen auf.
Barbara Anke tritt bei AfD Ulm/ Alb- Donau Veranstaltungen auf, so zum Beispiel auf dem Gruppenfoto nach der Veranstaltung mit Markus Frohnmaier und Serge Menga in der Stadthalle Langenau am 24.01.2026.
Gegenüber der SWP erklärte sie in einem Interview 2024, dass sie Angst vor Übergriffen auf ihr Nagelstudio gehabt hätte. Passiert sei real aber nichts. Inzwischen sei sie im Ruhestand.



Funktion: Beisitzer AfD Kreisverband Ulm-Alb/Donau
Mike Schramm
Mike Schramm ist Beisitzer des AfD-Kreisverbands Ulm-Alb/Donau. Auf Faceobook gibt er an in Blaubeuren zu wohnen.
Mike Schramm tritt bei AfD Ulm/ Alb- Donau Veranstaltungen auf, so zum Beispiel auf dem Gruppenfoto nach der Veranstaltung mit Markus Frohnmaier und Serge Menga in der Stadthalle Langenau am 24.01.2026.



Ilias Rashiti ist Beisitzer des Vorstands der AfD Ulm/ Alb- Donau. Er tritt auf der Website des Kreisverbandes nicht mit vollem Namen auf.
Der Kreisverband hat keine einheitliche Schreibweise für den Vornamen von Rashiti – auf ihrere Facebook Seite steht einmal Iliaz, auf der Webseite hingegen Ilias.
Gertrude Lukhaup ist Beisitzerin des Vorstands der AfD Ulm/ Alb- Donau. Sie tritt auf der Website des Kreisverbandes nicht mit vollem Namen auf. Bei der Gemeinderatswahl 2024 stand sie auf der Liste der AfD Ulm/ Alb- Donau.
Getrude Lukhaup tritt bei AfD Ulm/ Alb- Donau Veranstaltungen auf, so zum Beispiel auf dem Gruppenfoto nach der Veranstaltung mit Markus Frohnmaier und Serge Menga in der Stadthalle Langenau am 24.01.2026.




